Antibiogramm – Antibiotikaresistenz testen

Ob es nun die dauernde Medienpräsenz der antibiotikaresistenten Bakterien oder die Revision der Tierarzneimittelverordnung (2016) war, es hat sich bezüglich dem Umgang und Einsatz von Antibiotika viel bewegt. So werden heute kaum mehr Antibiotika auf Vorrat abgegeben und es muss ein Behandlungsgrund vorliegen, der den Einsatz rechtfertigt. Kritische Antibiotika weden nur nach vorliegen eines Behandlungsgrundes und eines Antibiogramms abgegeben. Auch gibt es Labels die ein Antibiogramm zwingend verlangen.

Wie funktioniert unser Antibiogramm?

Nachdem die Milchprobe steril entnommen und die Mastitisdiagnostik gemacht wurde, werden die gefundenen Bakterienstämme auf das Antibiogramm übertragen. Jeder gefundene Stamm gibt ein eigenes Antibiogramm. Das Antibiogramm besteht aus verschiedenen Vertiefungen. In jede Vertiefung kommt der gleiche Bakterienstamm und eine Antibiotikagruppe. Anschliessend geht das Antibiogramm in den Brutschrank. Gibt es nun in einer Vertiefung ein Bakterienwachstum so ist der Bakterienstamm gegen diese Antibiotikagruppe resistent.

Was nützt das Antibiogramm in der Praxis?

Das Antibiogramm sagt aus auf welche Antibiotikagruppen das Bakterium sensibel und auf welche es resistent ist. Ist das Bakterium z.B. resistent gegen die Antibiotikagruppe Penicillin kann ich so viel Penicillin spritzen wie ich will, das Tier bleibt krank. Bei chronischer Krankheit kann so der Tierarzt das wirksamste Antibiotikum auswählen.

Ausserdem lässt unser Antibiogramm auch eine Aussage zur minimalen Hemmstoffkonzentration zu, sprich wie hoch die minimale Konzentration des Antibiotikums sein muss um eine Wirkung zu erzielen.